Schwarzkümmelöl kaufen? – Wirkung, Studien und Anwendung 2018

Ägyptisches Schwarzkümmelöl

Nigella Sativa -Ägyptisches Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl ist ein Hausmittel mit jahrtausendealter Tradition.
In der Naturheilkunde gehört es aufgrund seiner zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten zu den universellen Heilmitteln.

Woher dieses besondere Schwarzkümmelöl stammt, welche Merkmale und Inhaltsstoffe die Schwarzkümmel-Pflanze hat und welche Wirkungen Schwarzkümmelöl erzielen kann, erfährst du in diesem Artikel.


Außerdem nennen wir dir die zahlreichen Anwendungsgebiete für Mensch und Tier und geben Tipps zur Anwendung und Dosierung. Schließlich informieren wir dich über mögliche Nebenwirkungen und erklären, woran du hochwertiges erkennen kannst und wo du Schwarzkümmelöl kaufen kannst.

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Schwarzkümmelöl - Das wichtigste in 203 Sekunden zusammengefasst

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Inhalt

Nigella Sativa - Woher stammt es?

Woher kommt die Nigella sativa Schwarzkümmelöl


Schwarzkümmelöl wird aus den Samen des sogenannten "Echten Schwarzkümmels" (lat. Name: Nigella sativa) hergestellt. 


Wissenswertes zum Echten Nigella Sativa

Trotz der Namensähnlichkeit des echten Schwarzkümmels Nigella Sativa ist er weder mit Kümmel verwandt noch mit dem Kreuzkümmel. Alle drei Pflanzen gehören zu unterschiedlichen Gattungen, der Echte Schwarzkümmel zur Familie der Hahnenfußgewächse. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist die Pflanze auch unter dem Namen "Katharinenblume" bekannt. Dieser bezieht sich auf das Marterrad der Heiligen Katharina, an welches die Blütenform des Schwarzkümmels erinnert.

Verbreitung
Die 15-50 cm hoch gewachsene Pflanze stammt ursprünglich aus Westasien, der Türkei und dem Irak. Heute ist sie auch in Pakistan, Indien, Nordafrika und südeuropäischen Ländern zu finden. Deshalb wird sie auch "ägyptischer Kümmel" oder "römischer Kümmel" genannt. 

Hausmittel mit langer Geschichte
Im orientalischen Raum wird Schwarzkümmel schon seit über 2.000 Jahren als Gewürz und natürliches Haus- und Heilmittel eingesetzt. Bis heute erfreut man sich besonders in der islamischen Welt großer Beliebtheit. Diese hat der Schwarzkümmel hauptsächlich dem Propheten Mohammed (570-632 n. Chr.) zu verdanken. Er war nämlich davon überzeugt, dass Schwarzkümmel "jede Krankheit außer den Tod" heile. Tatsächlich galt das Gewürz unter anderem als verdauungsfördernd und sollte die Bekömmlichkeit und Haltbarkeit von verschiedenen Speisen wie eingelegtem Gemüse steigern. Als Tee verabreicht, sollte die Pflanze Blähungen reduzieren und eine harntreibende Wirkung haben. Einen ersten Überblick über die möglichen heilsamen Wirkungen von Schwarzkümmel findet sich in dem medizinischen Werk "Das Buch der Genesung der Seele" des islamischen Arztes Ibn Sina (980-1037) aus dem 10. Jahrhundert. Auch in der Ayurvedischen und Traditionellen Chinesischen Medizin ist das Schwarzkümmelöl bekannt. In Europa gehörten unter anderem Karl der Große (747/48-814) sowie der Philosoph und Arzt Paracelsus (1493/94-1541) zu den berühmten Befürwortern der beliebten Pflanze. 

Vom Samen bis Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmel vom Samen bis zum Schwarzkümmelöl

Vom Samen bis zum Schwarzkümmelöl

Die 2-3 Millimeter großen Samen ähneln in ihrem Aussehen Sesam, werden wegen ihrer schwarzen Farbe auch "schwarzer Zwiebelsamen" genannt. Sie sind einerseits ein beliebtes Gewürz, mit dem unter anderem Fladenbrot oder Curry verfeinert wird. Andererseits werden sie ausgepresst und zu dem bekannten Schwarzkümmelöl verarbeitet. Um 1 Liter Schwarzkümmelöl herzustellen, werden bis zu 60 Kilogramm der kleinen schwarzen Samen benötigt. Auch das ist keine moderne Erfindung, sondern hat eine lange Tradition: Es war zum Beispiel eine der Grabbeigaben, die im Grad des ägyptischen Pharaos Tutanchamun gefunden wurde. In Indien ist das Schwarzkümmelöl ein normales Speiseöl und sehr gefragt. Es wird aber wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung auf der ganzen Welt geschätzt. 

Wie wird hergestellt?

Genau definierte Richtlinien oder Qualitätskriterien für die Herstellung von Schwarzkümmelöl gibt es (bislang) nicht. Somit kann jeder Hersteller selbst entscheiden, welche Inhaltsstoffe in seinem Schwarzkümmelöl enthalten sein sollen und wie dieses hergestellt wird. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Varianten unterscheiden, wobei beide Varianten gesundheitsfördernde Wirkungen haben sollen: Fettes und ätherisches Schwarzkümmelöl.

Fettes Schwarzkümmelöl
Das sogenannte "Fette Öl" entsteht durch das Auspressen oder eine chemische Extraktion der Samen. Seinen Namen hat es aufgrund seines hohen Fettanteils, in dem - bei entsprechender Herstellung - bis zu 60% Linolsäure enthalten ist. Linolsäure ist eine zweifach ungesättigte Fettsäure, die zum Beispiel Hautreizungen lindern, Altersflecken abmildern und die Haut mit Feuchtigkeit versorgen kann. Fettes Schwarzkümmelöl hat eine gelbliche, manchmal auch rötlich-bräunliche Färbung. Sein Geruch erinnert an Pfeffer und stammt von den enthaltenen ätherischen Ölen.

Ätherisches Schwarzkümmelöl
Um diese ätherischen Öle geht es hauptsächlich bei dem gleichnamigen ätherischen Schwarzkümmelöl. Hier wird Schwarzkümmelöl durch Dampfdestillation der Schwarzkümmelsamen hergestellt und hat zunächst eine hellgelbe Farbe. Im Laufe der Zeit verfärbt das Schwarzkümmelöl sich rötlich. 

Bio Schwarzkümmelöl - Die Wirkung

Das aus den Schwarzkümmelsamen kalt gepresste Schwarzkümmelöl enthält verschiedene wertvolle Inhaltsstoffe, die für die gesundheitsfördernden Wirkungen verantwortlich sind. Hier sind insbesondere ungesättigte Fettsäuren wie die Linolsäure zu nennen. Ungesättigte Fettsäuren machen mehr als 50% von Schwarzkümmelöl aus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass diese Fettsäuren sehr gesund sind. So können sie unter anderem das Risiko für Herzinfarkt und andere koronare Herzkrankheiten (KHK) senken. Ein weiterer wesentlicher Inhaltsstoff ist Thymochinon - ein Stoff, der allergische Reaktionen abmildern kann und eine entzündungshemmende sowie keimtötende Wirkung hat

Mineralstoffe und Vitamine
Darüber hinaus enthält Schwarzkümmelöl zahlreiche Mineralstoffe wie Magnesium, Selen und Zink sowie verschiedene essenzielle Aminosäuren wie Arginin, Aspargin, Glycin, Leucin, Lysin und Tyrosin. Sie sind einerseits der allgemeinen Gesundheit zuträglich und tun andererseits - äußerlich angewendet - deiner Haut und deinen Haaren Gutes. Dies gilt insbesondere für die enthaltenen Vitamin A, B1, C und E sowie Biotin, Folsäure und Beta-Karotin. 

Ätherische Öle
Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle wirken desinfizierend und haben eine antimykotische und antioxidative Wirkung. Werden die Dämpfe dieses Öls inhaliert, wirken sie entkrampfend und schleimlösend. Die im diesem Schwarzkümmelöl enthaltenen Saponine reinigen die Atemwege und lösen Sekret, das dort festsitzt. Gegen krampfartigen Husten, wie er bei Asthma oder Keuchhusten auftritt, hilft der Bitterstoff Nigellon Semohiorpion, der sich ebenfalls im Schwarzkümmelöl befindet. 

Mögliche Wirkungen auf einen Blick
Die zahlreichen positiven Eigenschaften / Wirkungen, die Schwarzkümmelöl zugeschrieben werden, lassen sich wie folgt zusammenfassen: 

  • antiallergisch
  • antidiabetisch (senkt den Blutzucker)
  • antibakteriell
  • antiparasitär
  • antifungal (wirksam gegen Pilze)
  • wirkt gegen oxidativer Stress (macht aggressive, die Zellen schädigende Sauerstoffverbindungen unschädlich)
  • antikarzinogen (wirksam gegen Krebszellen)
  • blutdrucksenkend
  • entschlackend
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • bronchienerweiternd
  • Immunsystem modulierend
  • Hormonhaushalt ausgleichend
  • schmerzlindernd
  • leber-, nieren- und magenschützend

Wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl(Studien)

Die Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl gilt in verschiedenen Regionen der Erde schon seit Generationen durch Studien als erwiesen
Allerdings gibt es längst nicht für jede propagierte Wirkung wissenschaftliche Studien. Das Interesse an der Erforschung der Heilpflanze und ihrer Inhaltsstoffe ist in den letzten Jahren jedoch stark gestiegen. Das hatte und hat zur Folge, dass sich immer mehr Studien mit der Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl als Haus- und Heilmittel beschäftigen.
Inzwischen konnten schon einige positive Wirkungen von Schwarzkümmel auf bestimmte Erkrankungen in wissenschaftlichen Studien belegt werden. So steht beispielsweise die antibakterielle Wirkung von Schwarzkümmelöl auch aus wissenschaftlicher Sicht außer Frage. Einige Studien liefern Hinweise auf positive Wirkungen auf das Immunsystems, Bluthochdruck, Diabetes und Asthma.

Offene Fragen
Dennoch gibt  über Schwarzkümmelöl noch viele offene Fragen. Diese betreffen unter anderem die nötigen Dosierungen oder Konzentrationen des Mittels und viele positive Wirkungen des "Wundermittels", die im Laborversuch im Reagenzglas oder an Tieren gezeigt wurden, wurden bislang (noch) nicht in Studien mit menschlichen Probanden bestätigt. Dies gilt insbesondere für die Wirksamkeit von Schwarzkümmelöl bei der Behandlung schwerer Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs. Das bedeutet, dass Schwarzkümmelöl ein Nahrungsergänzungsmittel ist, welches wertvolle Dienste liefern kann, aber auf keinen Fall als Arzneimittel zu verstehen ist. Schwarzkümmelöl kann eine medizinische Behandlung niemals ersetzen, diese aber durchaus unterstützen und ergänzen.  

Schwarzkümmelöl Anwendungsgebiete - Welche gibt es für die Einnahme?

Aufgrund der großen Wirkvielfalt des Schwarzkümmelöls in der Naturheilkunde wird Schwarzkümmelöl zu ganz unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Hierzu gehört unter anderem unterstützende Behandlung von

  • Allergien
  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Akne
  • Asthma
  • Kopfschmerzen
  • Zahnschmerzen
  • Bluthochdruck
  • hohe Blutfettwerte
  • Diabetes mellitus
  • Menstruationsbeschwerden
  • Harnwegserkrankungen
  • akuten bakteriellen und viralen Infekten
  • Fuß-, Darm oder Scheidenpilz
  • Blähungen und Verdauungsproblemen
  • Rheuma und Gelenkschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Hautirritationen und -verletzungen

Darüber hinaus soll Schwarzkümmelöl unterstützend wirken bei der

  • Kontrolle des Immunsystems
  • Vorbeugung von Erkältungskrankheiten
  • Entschlackung des Körpers
  • Regulierung von Magen-Darm-Problemen
  • Linderung von schwangerschaftstypischen Beschwerden
  • Förderung der Milchproduktion bei stillenden Frauen
  • Abschwächung von Nebenwirkungen bei Chemotherapien
  • Pflege trockener Haut und strapazierter Haare

Ist Öl aus Schwarzkümmelsamen auch für Tiere geeignet? 

Schwarzkümmelöl für tieren

Ja, auch in der Tiermedizin kommt Schwarzkümmelöl zum Einsatz. Vor allem bei Pferden, Hunden, Kühen und Hühnern wird das Schwarzkümmelöl immer wieder angewendet. Kühe profitieren zum Beispiel von den entzündungshemmenden Eigenschaften des Schwarzkümmelöls, womit sie bei Hautkrankheiten oder entzündeten Eutern eingerieben werden. Etwas Schwarzkümmelöl im Futter von Hühnern soll das Risiko für Infektionskrankheiten verringern. Völlig unverträglich ist Schwarzkümmelöl allerdings für Katzen. Sie können aufgrund eines bestimmten fehlenden Enzyms einzelne in dem Schwarzkümmelöl enthaltene Stoffe nicht abbauen. Deshalb drohen ihnen bei dem Verzehr von Schwarzkümmelöl Leberschäden und Vergiftungen. Dagegen ist die Anwendung bei Pferden und Hunden durchaus üblich, wenn auch meist aus anderen Gründen.

Schwarzkümmelöl - Stärkung des Immunsystems bei Pferden

Schwarzkümmelöl für Pferde

Schwarzkümmelöl ist in der Pferdezucht vor allem zur Förderung des Immunsystems des Pferdes da. Hierzu erhalten die Pferde entweder die Schwarzkümmelsamen oder Schwarzkümmelöl, das unter ihr Futter gemischt wird. Dies wirkt sich auch positiv auf bestimmte Atemwegserkrankungen wie den sogenannten Staubhusten aus. Bei dieser Krankheit husten die Pferde, weil sich in ihrer Lunge kleinste Staubpartikel befinden. Schwarzkümmelöl fördert den Auswurf und erleichtert somit auch das Aushusten der lästigen Partikel. Darüber hinaus werden Pferde teilweise auch mit Schwarzkümmelöl eingerieben. Das Schwarzkümmelöl soll Fliegen, Stechmücken und Parasiten fernhalten. Genau das ist auch der häufigste Anwendungsgrund von Schwarzkümmelöl bei Hunden. 

Schutz vor Zecken: Schwarzkümmelöl für Hunde

Schwarzkümmelöl Für Hunde

Hundebesitzer kennen das Problem: Kaum beginnt die warme Jahreszeit, haben ihre vierbeinigen Freunde mit Zecken zu kämpfen. Schwarzkümmelöl ist eine natürliche Methode, die lästigen Parasiten von Hunden fernzuhalten. Das Geheimnis dieses Effekts steckt in den enthaltenen ätherischen Ölen. Sie sollen nämlich den Geruch des Hundes neutralisieren oder zumindest überlagern. In der Folge können die Zecken den Hund nicht mehr erkennen und bleiben ihm fern. Schwarzkümmelöl gibt zwar keine Garantie dafür, dass sich nicht doch eine Zecke auf deinem Hund verirrt und sich festbeißt, aber es sind deutlich weniger Zecken. Und ganz nebenbei ist Schwarzkümmelöl auch ein sehr guter Abwehrstoff gegen Milben und anderes Ungeziefer. Ebenfalls positiv: Die Einnahme hat keine Nebenwirkungen.

Ins Futter mischen
Die Anwendung ist denkbar einfach: Du musst nur einige wenige Tropfen Schwarzkümmelöl in das Hundefutter mischen. Das hatte im Jahr 2014 der damals 18-jährige Gymnasiast Alexander Betz getan, um die allergischen Symptome seines Hundes zu lindern. Daraufhin beobachtete er, dass sein Hund zeckenfrei blieb. In mehreren folgenden Untersuchungen konnte Betz die offensichtliche Abneigung von Zecken gegenüber Schwarzkümmelöl zeigen. Damit gilt er nicht nur als der Entdecker der abschreckenden Wirkung des Öls auf Zecken. Darüber hinaus belegte er mit dieser Entdeckung den 3. Platz bei "Jugend forscht" im Bayerischen Landeswettbewerb.

Schwarzkümmelöl Anwendung - Dosierung & Einahme? 

Orale Einnahme
Grundsätzlich solltest du täglich eine kleine Menge des hochwertigen Öls einnehmen - am besten vor dem Frühstück. Das kann bei Pollenallergikern allergische Reaktionen abschwächen und dein Immunsystem stärken. Hierzu empfiehlt es sich, täglich 25 Tropfen Schwarzkümmelöl einzunehmen. Wichtig ist, ungefähr zwei Monate vor dem Beginn des Pollenflugs mit der Einnahme zu beginnen. Weitere Tipps zur Einnahme bei verschiedenen Erkrankungen:

Halsschmerzen: Etwa auf 5 Tropfen Schwarzkümmelöl Dosierung in lauwarmes Leistungswasser geben und mit diesem 1-2 Minuten lang gurgeln.
Entzündungen im Rachen- und Mundraum: Mehrmals pro Tag mit etwas Schwarzkümmelöl gurgeln.
Magen-Darm-Probleme: 1 EL Schwarzkümmelöl in ein Glas warme Milch geben und alles langsam trinken.

Achtung: Das Schwarzkümmelöl hat einen intensiven Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist! Wir empfehlen, etwas Honig oder Saft bereitzustellen - beides neutralisiert den Ölgeschmack etwas.

Schwarzkümmelöl Kapseln
Alternativ bieten sich Schwarzkümmelöl Kapseln an. Diese sind - unabhängig von ihrer Geschmacksneutralität - besonders praktisch für unterwegs. Ein weiterer Vorteil der Kapseln ist, dass sie ein geringeres Risiko für eine versehentliche Überdosierung mit sich bringen. Für eine lang anhaltende Wirkung ist auch eine langfristige Einnahme erforderlich. Bei den meisten Anwendungen wird eine Einnahme über mehrere Wochen oder Monate empfohlen.

Inhalation
Schwarzkümmelöl kann bei Erkältungskrankheiten zum Inhalieren verwendet werden. Hierzu gibst du das Schwarzkümmelöl mit kochendem Wasser in eine Schüssel. Als Faustregel gilt 1-2 Esslöffel des Schwarzkümmelöls auf 1-2 Liter Wasser. Lege dir ein Handtuch über den Kopf, beuge ihn über die Schüssel und inhaliere die aufsteigenden Dämpfe etwa 10 Minuten lang. Das Handtuch verhindert, dass die Dämpfe nach außen entweichen und sorgen für eine anhaltend intensive Inhalation.

Äußere Anwendung
Schwarzkümmelöl kann sich auch äußerlich anwenden lassen. Typische Beispiele hierfür ist das Einreiben von Hautpartien, die von Neurodermitis oder Schuppenflechte betroffen sind. Diese Anwendung solltest du dreimal täglich machen. Bei Heuschnupfen kann Schwarzkümmelöl die Symptome lindern, wenn Schwarzkümmelöl vorsichtig um die Nase herum auf die Haut getupft und dann vorsichtig einmassiert wird. Willst du deine Haare besonders pflegen, reibst du nach der Haarwäsche etwas von dem Schwarzkümmelöl in die Spitzen deiner Haare ein. Eine Dosierungsempfehlung oder Beschränkung der äußerlich anzuwendenden Menge Schwarzkümmelöl gibt es nicht. Orientiere dich einfach an der Größe der betroffenen Hautbereiche und probiere selbst aus, wie viel Schwarzkümmelöl du auftragen möchtest. 

Gibt es Nebenwirkungen und negative Erfahrungen bei der Einahme des Nigella Sativa Öls? 

Da Schwarzkümmelöl hoch konzentriert ist, kann Schwarzkümmelöl bei einigen Personen zu Anzeichen von Unverträglichkeit kommen. Hierbei handelt es sich meist um vergleichsweise harmlose Magenbeschwerden oder um ein vermehrtes Aufstoßen. Verträglicher ist das Schwarzkümmelöl, wenn du es nicht auf nüchternen Magen einnimmst. Für die Anwendung über einen längeren Zeitraum ist zu empfehlen, mit einer kleinen Dosis zu beginnen und diese dann langsam zu erhöhen. So kann sich der Körper an das neue Mittel gewöhnen und reagiert eher nicht mit unerwünschten Nebenwirkungen. Dies gilt insbesondere für Schwarzkümmelöl-Kapseln.

Nebenwirkungen bei Kapselform
Manche Hersteller verwenden bei der Produktion von Schwarzkümmelöl in Kapselform weitere Zutaten (wie zum Beispiel Gelatine), die unter Umständen allergische oder Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen können. Prüfe deshalb vor der ersten Einnahme genau die Inhaltsstoffe und lies dir auch die Packungsbeilage nach möglichen Warnhinweisen durch. Halte dich auf jeden Fall an die vom Hersteller empfohlenen Dosierungshinweise und zieh im Zweifelsfall einen Arzt zurate. Dies gilt insbesondere dann, wenn du mit  Schwarzkümmelöl die Behandlung einer bestimmten Erkrankung unterstützen möchtest.

Folgen einer Überdosierung
Wenn du eine zu hohe Dosis Schwarzkümmelöl einnimmst, besteht das Risiko einer Magenschleimhautreizung. Außerdem können im Einzelfall allergische Reaktionen und Schäden an Leber und/oder Nieren auftreten.

Schwarzkümmelöl in der Schwangerschaft
Von der Anwendung während der Schwangerschaft ist abzuraten. Die im Schwarzkümmelöl enthaltenen ätherischen Öle können wehenfördernd wirken und zu einem zu frühen Zeitpunkt Wehen auslösen.

Schwarzkümmelöl kaufen - Qualität erkennen

Voraussetzung für die genannten gesundheitsfördernden Wirkungen des Schwarzkümmelöls ist, dass die Pflanze schonend verarbeitet wurde. Außerdem ist das Risiko von Nebenwirkungen bei hochwertigen Produkten geringer. Experten empfehlen deshalb hochwertiges kaltgepresstes Schwarzkümmelöl aus biologischem Anbau. Bei der Kaltpressung liegt die Temperatur bei unter 45°C. So wird das Schwarzkümmelöl sehr schonend aus den Samen gepresst und die darin enthaltenen Vitamine und ungesättigte Fettsäuren bleiben erhalten. Höhere Temperaturen könnten sie zerstören und damit auch die Wirkung des Schwarzkümmelöls schmälern. Das Schwarzkümmelöl sollte zudem frei von Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffen sein. Dann ist das Schwarzkümmelöl auch zur Anwendung bei Kleinkindern geeignet. Für sie stellt das Schwarzkümmelöl ein beliebtes Hausmittel zur Behandlung von Bauchschmerzen dar.

Ungefiltert oder gefiltert
Ob das Schwarzkümmelöl ungefiltert oder gefiltert ist, hat keinen Einfluss auf die Qualität. Ungefiltertes Schwarzkümmelöl wird direkt nach der Pressung abgefüllt. Deshalb ist Schwarzkümmelöl naturbelassener und kann Samenreste und weitere Pflanzenstoffe enthalten. Aufgrund der Schweb- und Trübstoffe sieht es dunkler aus als gefiltertes Öl. Vor dem Gebrauch solltest du es schütteln, damit sich diese Stoffe gleichmäßig verteilen. Außerdem schmeckt ungefiltertes Schwarzkümmelöl etwas bitterer, herber und schärfer. Viele Menschen mögen den milderen Geschmack von gefiltertem Schwarzkümmelöl lieber. Das Schwarzkümmelöl wird zunächst in Behälter gefüllt, in denen sich die Schwebstoffe auf dem Boden absetzen können. Das Schwarzkümmelöl wird abgeschöpft oder -geschüttet und dann in Flaschen abgefüllt. Es enthält jetzt nur noch wenige Schwebstoffe. Probiere einfach verschiedene Sorten aus, dann wirst du schnell feststellen, welches Bio Schwarzkümmelöl dir geschmacklich und von seiner Wirksamkeit her am besten gefällt.

Tipps zur Lagerung
Frisch gepresst und abgefüllt ist Schwarzkümmelöl ungefähr 18-24 Monate haltbar. Damit Schwarzkümmelöl nicht vorher verdirbt, solltest du Schwarzkümmelöl an einem kühlen und dunklen Ort lagern. Experten empfehlen eine Temperatur von 10-16°C, wie sie in vielen Kellerräumen herrscht. Einmal geöffnet solltest du das Schwarzkümmelöl jedoch luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3 Monaten aufbrauchen. Je nach Hersteller und Sorte kann das Schwarzkümmelöl allerdings auch länger haltbar sein. Hinweis: Das auf der Flasche aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum bezieht sich immer auf die ungeöffnete Flasche und setzt eine sachgemäße Lagerung voraus. Falsch gelagert kann das Öl schneller ungenießbar werden. In diesem Fall hat das Schwarzkümmelöl einen unangenehmen, ranzigen Geruch. Schwarzkümmelöl ist zwar auch dann nicht gesundheitsschädlich, sollte aber nicht mehr verzehrt werden.


Verwendete Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Echter_Schwarzkümmel
https://de.wikipedia.org/wiki/Linols%C3%A4ure
http://www.aachener-nachrichten.de/ratgeber/gesundheit/schwarzkuemmeloel-in-der-alternativmedizin-1.1553195
https://www.naturmuehle.com/service/fragen-antworten/
https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/schwarzkuemmel/
http://www.brotwurz.de/schwarzkuemmel

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